
Deutsche Mittelgebirge und Ebenen
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Manchmal muss man einfach auch den Wind
des Tages nutzen, ohne erst einmal ein paar hundert Kilometer zurücklegen
zu müssen. Also mal sehen, was in der eigenen Landschaft machbar
ist. Gute ebene Wiesen sind bei uns eigentlich stets zu finden. Wichtig
hierbei ist ein möglichst gerader Windeinfall an der ausgesuchten
Stelle. Man sollte entgegen der Windrichtung horizontal in die Ferne
schauen können, ohne grosse Erhebungen im Blickfeld zu haben. In
Tälern u.ä. klappt es nicht besonders gut. Auf jeden Fall
soll der Flugplatz passen, nicht nur so halbwegs, sondern er muss wirklich
gut sein. Mit Zäunen, Erdlöchern, Weidetieren usw. sollte
der Platz nicht behaftet sein. |
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Grundsätzlich muss
man im gebirgigen Land stets mit Windverwirbelungen rechnen, die einerseits
für teils stärkere Böen sorgen, andererseits den Wind teils
aus allen möglichen Richtungen auf die Matte wirken lassen. Das Powerkiten
ist hier nicht so einfach wie am Strand und man muss schon eher mit kleinen
Blessuren rechnen. Dennoch ist auch hier der Spass möglich, und das
nicht selten. Auf nassen Wiesen beispielsweise lässt sich bestens
scudden, auch wenn man hinterher aussieht wie ein Lehmbrocken und die
Wiese stellenweise einem Acker gleicht.
Hochgewachsenes Gras ist auch eine spassige Sache, ausser beim Starten der Kites. Ansonsten fällt man hier etwas komfortabler. |
| Grössere Sand- und Schotterplätze
sind auch nicht zu verachten, für moonwalking vielleicht etwas hart,
aber gut zum scudden. Ist aber eher selten , dass man solche Plätze
leer antrifft. Alte Kies- und Sandgruben sind natürlich hervorragend geeignet, dafür muss man aber Glück haben, eine solche aufzutreiben. |
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Hier in unserer Gegend
sind Eifel, Hunsrück, Taunus und Westerwald direkt erreichbar. Die
geeigneten Wiesen stellen hier wie erwähnt das kleinere Problem dar.
Interessanter ist es, auf den richtigen Windtag zu warten und dann auch
Zeit für eine kleine Kitetour zu haben. Unzählige Male bin ich
schon losgefahren, weil der Wind passabel erschien, und nach einer halben
Stunde frustriert wieder abgezogen, weil der Kite einfach nicht in die
Luft zu bekommen war. Die erwähnten Windverwirbelungen bieten teilweise
derartig ungünstige Bedingungen, dass der Kite erst ab 10-15 Meter
über dem Boden richtig vom Wind ergriffen wird. Wenn die Matte oben
ist - kein Problem mehr. Aber soweit muss man kommen, alleine manchmal
ein kleines Problem.
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Der Wind ist in den vorgenannten
Gebieten sehr unberechenbar. Selbst die Windvorhersagen der Wetterämter
reichen nicht aus, die Gegebenheiten vorrauszusehen. Hier bei uns hatten
wir schon derart schlagende Winde, dass ein Fliegen unmöglich war,
obwohl die Windstärke einlud. Der Kite bekam immer wieder solch starke
Schläge ab, als würde jemand in der Luft mit dem Hammer drauf
hauen, dass die Angst ums Material zu gross war.
Der Wind ist von einem zum anderen Tag grundlegend anders. manchmal hat man Glück und bekommt eine meeresähnliche Brise, manchmal muss man auch wieder unverrichteter Dinge abziehen. |
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