
Leider sind viele dieser Strände und Dünen für Drachenflieger
verschlossen. Die Dünen sind fast überall als Naturschutzgebiet
eingezäunt, aufgrund des hohen Touristenaufkommens dortzulande
verständlich. Die meisten Strände an Nord- und Westküste
sind zumindest während der Saison für Lenkdrachenflieger ausdrücklich
gesperrt. Man bekommt zwar alternative Fluggelände zugewiesen,
für mich war das aufgrund des fehlenden Platzes aber meist indiskutabel.
Auf den südwestlichen Inseln wie Schouwen usw. hat man mit die
besten Chancen, passendes Fluggelände zu finden. Ich fahre mittlerweile
nur ausserhalb der Saison an holländische Küsten, dann kann
man sich an vielen Stellen austoben, sogar in Zaandvort, was in der
Saison supervoll ist.
Als die schönsten Strände
zum Powerkiten sehe ich die Strände auf den südlichen Inseln
an (Schouwen usw), wobei ich nicht alles in Holland gesehen habe.
Ich kenne eigentlich nur die westlichen Küstengebiete, so bis
Den Helder etwa, weiter nördlich habe ich es noch nicht probiert. Der Holländer zeigt sich dem
Powerkiten gegenüber sehr interessiert. Bei den Holländern
haben sich immer die grössten Zuschauertrauben gebildet, die
einen mit Beifall unterstützen:-). Das Problem beim Holländer
ist halt die unterschiedliche Einstellung zu Deutschen. Einige Niederländer
haben eine grundlegend negative Einstellung zu Deutschland, auch wenn
sie unser Land stellenweise touristisch überfluten. Irgendwie
rührt das noch aus Kriegszeiten, fürchte ich. Hoffentlich
verstehen unsere Nachbarländer irgendwann, dass auch bei uns
alte Menschen sterben und junge geboren werden - und der Krieg ist
über ein halbes Jahrhundert her! Ganz im Gegensatz hierzu zeigen sich viele Holländer extrem
freundlich und aufgeschlossen gegenüber Deutschen, dass man von
den Socken ist. Wenn man ein Problem hat, helfen viele Einheimische
direkt und unkompliziert, oft ohne dass man fragen muss. |
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Parkplätze sind an den Küsten wirklich ein Problem. Die Parkplatzstruktur ist absolut auf den Massentourismus eingestellt. Sündhaft teure Parkplätze in Strandnähe müssen selbst ausserhalb der Saison gesucht und verteidigt werden. Da kommt man sich wirklich ausgenommen vor, wenn man beispielsweise in Zaandvort tagsüber parken möchte, und dann auch noch mit einem Transporter. Da passiert dann folgendes: Sie suchen etwa eine halbe Stunde nach einem Parkplatz, an dem keine Schranke auf 2 Meter Höhe das Befahren mit dem Transporter verhindert. Uff - hier ist einer. Die Schranke gibt es zwar auch, aber sie ist offen. Und da steht ja noch ein Wohnmobil, der Platz ist bestimmt extra für grössere Wagen. 5 DM je Stunde ist zwar recht ungewohnt, dort aber fraglos ein gängiger Preis. Nach mehreren Stunden am Strand kehre ich zum Wagen zurück, es ist etwa 16:00 Uhr, und es stehen nur noch einige PKW auf dem Platz. Dummerweise muss ich feststellen, dass die Schranke nun geschlossen ist, und ich wie eine Maus in der Falle stecke - dumm gelaufen. Wäre da nicht ein sehr netter Einheimischer gewesen, der die Situation per Handy schnell klärte, sodass ein Stadtbeamter 30 Minuten später die Schranke wieder öffnete, hätte ich die Nacht wohl dort verbracht. Mittlerweile habe ich viele Leute kennengelernt, denen es genauso erging. Was bezwecken die Holländer bloss mit dieser Mausefalle? Unterkünfte sind an holländischen Küsten touristengerecht vielzählig vorhanden. Günstige Hotels oder Pensionen muss man allerdings suchen gehen, die Preise sind auch in der Nebensaison etwas höher. Es gibt weiterhin viele Freizeitparks mit Wohnhütten, aber das ist auch nicht jedermanns Sache. Zeltplätze sind an der Küste gut verteilt. Für Wohnmobile sind sie oft der einzig verbleibende Nachtplatz, in Touristengebieten sind Wildparker nicht allzu gern gesehen. |
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