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Schnüre:
Die vom Hersteller empfohlenen Leinenstärken sollten
unbedingt eingehalten werden. Ich vergesse nie, wie ich meinem ersten
Stacker bei ca. 8 Windstärken am Strand hinterherlief, weil kurz
nach dem ersten Start beide Schnüre gleichzeitig rissen. Wenn man
dann direkt eine gute Schnur, z.B. Dyneema, einsetzt, kann man bei entsprechender
Pflege monatelang damit fliegen. Selbst für einen einzelnen Stacker
sollten mindestens 75kg- Leinen zum Einsatz kommen, für alles grössere
sind mind. 100- 150kg- Schnüre einzusetzen.
Die Matten lassen sich je nach Wind mit einer Leinenlänge von 25
- 45 Meter fliegen. Die Leinenlänge nimmt mit steigender Windstärke
zu. 35 Meter Leinenlänge bieten bei den meisten Bedingungen ein gutes
Mittelmass.
Zum
Stacken der Kites gibt es spezielle
Schnüre, ein Paar wird i.d.R. mit jedem Flexi mitgeliefert. Die Länge
der Stackleinen soll 2/3 der Drachenbreite betragen, damit der Wind optimal
genutzt werden kann. Wichtig ist, dass beide Leinen exakt die gleiche
Länge haben.Es können auch unterschiedliche Kite-Grössen
gestackt werden, wobei man mit der kleineren von unten auf beginnt.
Tip 1: Beim
Montieren der Mantelschnüre sollte an deren beiden äusseren
Enden ein einfacher Knoten eingebracht werden. Erst dann wird die Schlaufe
geknotet. Dadurch kann die Leine bei Belastungen von über 100 kg
nicht durch die Mantelschnur abhauen, die gefertigten Schlaufen bleiben
stabil.
Tip 2: Stackschnüre
sollten möglichst wie die Flugleinen auch mit Mantelschnur überzogen
werden, das erhöht die Lebensdauer der stark beanspruchten Verbindungsleinen
beachtlich.
Griffe:

Als Griff sollte man eigentlich immer auf Schlaufen zurückgreifen.
Die Schlaufe wird ums Handgelenk gelegt und zwischen Daumen und Zeigefinger
herausgeführt. Alles andere, was lediglich mit den Fingern gehalten
werden soll, wird einem u.U. aus der Hand gerissen oder ist sehr anstrengend,
insbesondere bei stark böigem Wind. Die gefütterten Schlaufen
sind für grosse Fluglasten sehr empfehlenswert. Ich persönlich
bevorzuge die "Snakefingers von Kitec".
Sie lassen sich zudem so umschlagen, dass an den Handflächen eine
gleichmässige Zugbelastung auftritt. Die bekannten Druckstellen an
den Handballen unter dem Daumen bleiben hier aus. Stundenlange Flüge
sind damit auch ohne Gurt bestens realisierbar, wenn IHR durchhaltet:-).
Gurte:
Eine vernünftige Erweiterung stellt ein Bauchgurt
dar. Die Last wird auf den unteren Rückenbereich umgelegt, die Schlaufen
dienen nur noch zum Steuern des Kites. Gerade
bei grossen Fluglasten (Stacks usw) ermüdet man mit Gurt beiweitem
nicht so schnell als bei reinem "Handbetrieb". Flugübung
sollte hier allerdings vorhanden sein, da das Loslassen des Kites nicht
so flink vonstatten geht. Mit der vorhandenen Reissleine kann der Gurt
zwar sofort ausgekoppelt werden, aber versucht das mal zu machen, wenn
euch der Drachen gerade kräftig auf dem Bauch liegend über den
Boden schleift.
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