Super 10 Rainbow

Technische Infos zur Matte

Wenn es um schnelle Lenkmatten geht, gibt es für mich nur eins:
Die Zweileiner von Flexifoil.
Mancher mag meinen, dass das langweilig ist. Wer sie aber geflogen ist, kann's verstehen.

Keine andere Matte verteilt die auftretenden Kräfte so gleichmässig auf Fluggeschwindigkeit und Zugkraft - eine geniale Konstruktion.
Durch die Möglichkeit zum 'Stacken' der Kites lässt sich das ganze noch leicht beeinflussen. Am schnellsten ist fraglos ein einzelner Stacker, die grösste Zugkraft bieten mehrere gestackte Super10. Natürlich spielt die gegebene Windstärke eine grosse Rolle bei der Kiteauswahl.

Stacker:

Bezeichnet als der schnellste Kite, mit gemessenen 180 km/h, ist er einerseits die optimale Einstiegsmatte durch die begrenzten Zugkräfte, andererseits auch ein netter Spass für Experten, Stackerda er sich von etwa 3-4 Windstärken an aufwärts in jeder Wind- und Sturmlage fliegen lässt. So ab etwa 9 Windstärken fängt allerdings das Material schnell an zu leiden. Es ist ein kleiner Funkite, der durch seine immense Geschwindigkeit jedoch schon Geschick und Kraft benötigt.
Mittlerweile fliege ich auch den Stacker nur noch mit mind. 100 kg- Leinen, die halten in jeder Situation. Er hat eine Breite von ca. 180 cm. Die Tiefe ist wie bei allen Flexi-Zweileinern 61 cm.

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ProSpeed:

Prospeed wird von Flexi nicht mehr produziert und war eine Leichtwindvariante des Stacker. Gefertigt aus 31 Gramm Rip-Stop-Polyester "Ikarex" und mit dreiteiligem Carbongestänge erhältlich, konnte man sich mit dem Leichtgewicht auch bei leichten Brisen in der Luft halten, sofern sich ein Powertkiter damit zufrieden gibt. So ab etwa 5 Windstaerken liess man ihn dann schon besser liegen. Insbesondere bei einem frontalen Bodencrash erinnerte das Ikarex schnell an die allseits bekannte Butterbrottüte, die man gerne mit lautem Knall zerplatzen lässt. Letztendlich war es halt kein echter Powerkite, weshalb er sich wohl nicht durchgesetzt hat.

 

ProTeam:

Proteam Mit rund 2,50 m Spannweite bietet dieser Kite ein gutes Mittelmass, was auch noch für Anfänger tauglich ist, jedoch bereits einen gewissen Anspruch mit sich bringt. Der Zug ist bei gleicher Windstärke etwa doppelt so stark wie beim Stacker. Ein Vorteil der Matte ist u.a. das Packmass, da das Gestänge dreigeteilt ist. Dadurch entsteht eine relativ niedrige Packlänge von gut 80 cm, die z.B. noch in den ein oder anderen Rucksack passt. Alle anderen Flexi-Zweileiner haben längere Packmasse. Eignet sich wie alle anderen Zweileiner von Flexi zum Stacken. Durch jeden gestackten Kite kommen übrigens etwa 50% Zugkraft des Grunddrachens dazu.

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Super 10:

Super10 Nach Aussage von Flexifoil die meistverkaufte Matte der vergangenen Jahre - nicht unberechtigt. Mir macht es mit diesem Kite auch am meisten Spass, fraglos! Das Verhältnis von Geschwindigkeit und Zugkraft ist sehr anspruchsvoll. Wenn man ein wenig Erfahrung mit dem Super10 hat, macht es Riesenspass, mit knapp 3 Meter Spannweite knapp über dem Sandstrand zu fegen und anschliessend mit gehöriger Power wieder aufzusteigen, und etliche andere Flugmanöver mit dem lenkfreudigen Stück realisieren zu können. Die Geschwindigkeit wird im Einzelflug auch hier recht hoch. Die Zugkraft ist etwa dreimal so gross wie beim Stacker.
Wer die Flexifoil-Matten nicht kennt, fällt aufgrund der Abmessungen schnell in den Glauben, dass man die Matte im Vergleich zu anderen Matten auch noch Anfängern in die Hände drücken kann. Durch die hohen Geschwindigkeiten und die parallele starke Zugkraft jedoch bauen sich Geschosse auf, die mit Ihren Leinen fast alles bewegliche in Scheiben schneiden können. Deshalb ist der Super10 für Einsteiger nicht mehr zu empfehlen.

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Hyper 12:

hyper12 Der grösste Zweileiner von Flexi wird leider nicht mehr produziert. Majestätisch entfaltet sich seine Spannweite vom 3,93 Meter im blauen Himmel. Am meisten begeisterte mich der damalige Werbeslogan von Flexi zu diesem Kite: If you have no fear to fly!. Das sagt eigentlich schon fast alles zum Hyper 12. Bereits leichte Winde bringen den Kite in die Höhe und geben schnell erbarmungslosen Zug auf die Leinen. Ich habe leider selbst nie einen geflogen. Ich hatte nur mal das Vergnügen, jemand im Flug bzw. Kampf damit zu beobachten..... nicht ganz ungefährlich und nur für echte Könner geeignet.....

 

Und dann doch noch ein Vierleiner, auch von Flexifoil:

Skytiger

Ein Vierleiner verhält sich grundlegend anders als die vorgenannten Kites. Fluggeschwindigkeiten sind hier beiweitem nicht so hoch wie bei den o.g. Kites, umso stärker jedoch die Zugkräfte. Die vorderen Leinen dienen als Flugleinen, auf denen die höhere Zugkraft liegt. Die hinteren dienen als Brems- bzw. Lenkleinen. Durch gleichmässigen Zug auf beiden Bremsleinen lässt der Drachen sich abbremsen, um ihn z.B. möglichst lange im Wind zu halten. Die von vornherein etwas langsamere Fluggeschwindigkeit der Skytiger kann damit bedarfsgerecht gesteuert werden. Durch einseitigen Zug der Bremsleinen lässt sich der Kite schnell und gut lenken.
Der Skytiger hat keinerlei Gestänge mehr. Er bietet schon in kleiner Grösse eine überzeugende Windangriffsfläche. Ich habe einen Skytiger 26, mit dem ab 3-4 Windstärken schon ein Gurt zu empfehlen ist. Ich fliege ihn zwischendurch ganz gerne, zum scudden ist er bestens geeignet. Er steht anderen Vierleinern in nichts nach und ist optimal für Buggies, Kitesurfen usw. Irgendwann sehne ich mich dann aber immer wieder zu meinen Zweileinern zurück ;-)


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