Die Flexifoil-Matten sind aus robustem Ripstop-Nylon hergestellt und blasen sich im Wind auf wie eine dünne Matratze. Durch die geschickt angeordnete Lufteintrittsöffnung entsteht eine Luftströmung, die den Drachen auf hohe Geschwindigkeiten bringt. Die Windkraft teilt sich somit in Zugkraft und Beschleunigungskraft auf.
Das Material ist sehr widerstandsfähig, was auch unbedingt notwendig ist. Auch ohne jegliche unbeabsichtigte Bodenberührung leidet das Material bei Fluggeschwindigkeiten von bis zu 180 km/h nicht wenig. Gerade bei stärkeren Windgeschwindigkeiten am Meer lassen unzählig herumfliegende Sandkörner ihre deutlichen Spuren zurück, teils in Form kleiner Löcher. Irgendwann verliert der Kite merklich an Flugeigenschaften.

Bis zu einer gewissen Grösse lassen sich Löcher, z.B. durch Abstürze, einfach ausbessern. Mit dem geeigneten Flickenmaterial ist der Kite mittelfristig wieder gut zu fliegen. Wenn das Loch aber eine Grösse von ca. 4-5 cm überschreitet, ist ein Einsenden zur Reparatur bei Flexifoil ratsam. Sonst kann im ungünstigen Fall die ganze Luftkammer aufreissen, das ist meist das Ende der Matte (Reparatur unrentabel).
Alle Flexi-Zweileiner eignen sich bestens zum Stacken (übereinanderketten). Man rechnet als Verbindungs- oder Stackschnur eine Leinenlänge, die 2/3 der Drachenbreite entspricht. Die Zugkraft erhöht sich mit jedem Kite um etwa 50 % der Zugkraft des Grunddrachens. Die Geschwindigkeit wird mit steigender Drachenzahl natürlich niedriger.


Tip 1:
Die Gestänge der Flexifoil-Zweileiner sind gesteckt. Die Stosstellen sind vor dem Flug unbedingt mit Klebeband zu fixieren, da diese bei leichtem Auseinanderrutschen direkt bersten. Bei stark böigem Wind sind diese manchmal schneller auseinander, als Sie hinterhersehen können. Da die Gestänge nur komplett nachzukaufen sind und von Eigenproduktionen aufgrund der Materialbelastung abzuraten ist, sollten Sie darauf besonders achten. Das Gestänge des Super10 beispielsweise kostet als Ersatzteil weit über 100,- DM. Seit Mitte 2000 weist Flexifoil auf diesen Umstand hin und liefert das Klebeband direkt mit dem Drachen mit.

Tip 2: Lenkbarkeit und Geschwindigkeit lassen sich fein einstellen, indem man die Schnurführungsgummis am Gestänge (die inneren) auf beiden Seiten gleichmässig verschiebt. Ganz aussen liegend baut die Matte damit die grösste Geschwindigkeit auf, etwas nach innen versetzt steigt dementgegen die Wendigkeit der Matte.

Tip 3: Oftmals sammelt sich in den Luftkammern Sand an, der den Kite natürlich langsamer werden lässt. Um nicht jedesmal landen zu müssen, kann man den Kite auch in der Luft "ausschütteln":
Man bringt den Kite etwa im 45°- Winkel an die rechte oder linke Windgrenze. Wenn man den Drachen nun vorsichtig nach unten kippt, bleiben im Windloch einige Sekunden Zeit, in denen man die Schnüre im schnellen Wechsel rüttelt, sodass der Sand durch den Lufteintritt der Kammern herausfallen kann. Je nach Sandmenge ist dies mehrfach zu wiederholen. Man muss anfangs sicher etwas üben, aber wenn man's raus hat ist es eine bequeme Sache.


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