Der Wind

 

Die Matte

 

Schnüre und Griffe

 

Der Flieger

 

Pflege

 

Verwendung

 

Start und Landung

 

Zubehör


Unsere Hinweise beziehen sich vornehmlich auf die Verwendung der zweileinigen Powerkites von Flexifoil

Grundlegende Tips zu Gebrauch und Beschaffenheit der Matten kann man den Herstellerangaben unter Flexifoil.com oder der beim Kite beiliegenden Gebrauchsanweisung entnehmen. Hier bei uns sind weitergehende Tips aus der Flugpraxis zu finden, die beim Hersteller nicht unbedingt alle vorhanden sind.

Der Wind

Die schnellen Zweileiner-Matten von Flexifoil sind schon bei niedrigen Windgeschwindigkeiten in die Lüfte zu bekommen. Um Spass damit zu haben, sollten jedoch etwa 3-4 Windstärken da sein.
Warnen muss man vor den Windverhältnissen im hügeligen Binnenland. Die Winde sind hier nicht selten so beschaffen, dass man in der ersten Minute den Drachen gerade so in die Höhe bekommt, und im nächsten Moment kracht eine Böe so herein, dass man verzweifelt nach Halt sucht und froh ist, wenn das Material standhält. Wenn man hier mit den Matten an der Grenze zum Abheben fliegt, was sicher den grössten Spass bereitet, gerät man häufig in derartig unangenehme Situationen. Kurze Windflauten stecken die Matten dementgegen ziemlich locker weg. Sie tümmeln sich problemlos 10-30 Sekunden in der windleeren Luft umher und sinken dabei nur langsam ab. Grundlegend sollte man die Matte bei leichtem oder böigem Wind stets in Bewegung halten, dann lassen sich Windlöcher besser überspringen.

See- und Meerwinde bieten hier schon ganz andere Flugbedingungen. Hier ist der Wind i.d.R. stabil und vor allem relativ kalkulierbar. Weiterhin ist die Wahrscheinlichkeit eines weichen Bodens (Sand o.ä.), mit dem man in den Flug- Anfängen enge Bekanntschaft macht :-), weitaus grösser. Hier sollten auch die ersten Erfahrungen gesammelt werden, bevor man sich in bergige Gebiete mit steinigem und unebenem Boden wagt.
Nichts desto trotz habe ich auch auf Wiesen im Binnenland schon schöne Flugtage verbracht, an denen man einfach "nicht loslassen" konnte.

Windtabelle

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Der Flieger

Bislang war der Drachensport mehr als Urlaubsbeschäftigung oder Entspannung bekannt. Powerkiting bietet eine Menge Möglichkeiten, Spass und Sport zu verbinden. Wie andere Extremsportarten ist auch dies nicht ganz ungefährlich. Wenn man mal einen Powerkiter beobachtet hat, oder gar selbst einer ist, weiss man um die Thematik Bescheid. Bei Sprüngen in 2-5 m Höhe ist z.B. die Landung nicht immer komfortabel geplant. Am Boden auftauchende Hindernisse wie Steine, Mulden usw. lassen die Landung schnell in einen dreifachen Rittberger ausarten, zumal man die Länge des Sprunges nie genau vorraussehen kann. Um hierbei schlimmeres zu verhindern, sind Helm, Knie- und Ellebogenschützer sowie stabile halbhohe Schuhe angesagt. Auch wenn es nicht immer so aussieht, sind beim Powerkiting Gefahren für Knochen und Gesundheit vorhanden. Nicht selten muss man sich eine kurzzeitige Machtlosigkeit gegenüber den Kräften des Windes eingestehen.
Wichtig:
Da der Powerkiter ohnehin viel Eigenverantwortung zu tragen hat, sollte die vorgenannte Ausrüstung je nach Windstärke auch zum Einsatz kommen. Ebenso sollte der Kiter Winde selbst halbwegs erkennen können und nur dort starten, wo er sich als Herr des Ganzen fühlt.
SchutzhelmDie Auswahl des Flugplatzes birgt grosse Verantwortung in sich, da sich die Flexifoil-Zweileiner durch die hohen Geschwindigkeiten zu gefährlichen Geschossen entwickeln können. Eine mit 120 km/h durch die Luft sausende, straffe Nylonschnur kann schon einiges abrasieren. Personenverkehr im Flugbereich sollte ausgeschlossen sein! Wenn mal jemand ins Fluggebiet läuft, macht man eben eine Zwangspause und lässt den Kite kurz am Himmel stehen. Unpassende Geländebedingungen oder Zäune/ Hindernisse in Kraftrichtung des Windes sollen gemieden werden.

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Pflege der Gerätschaften

Bei passender Pflege der Utensilien kann man mit einem Flexifoil lange Spass haben. Das Wichtigste bei der Pflege kennen die meisten noch vom Campen: Das Zelt darf erst eingerollt werden, wenn es absolut trocken ist. Genauso ists bei den Drachen. Es muss aber nicht geregnet haben, damit das Material feucht ist. Hohe Luftfeuchte macht die Matte bei längerem fliegen auch ziemlich feucht, manchmal merkt man es kaum. Der Drachen soll vor dem Einrollen ins Etui trocken sein. Der Stoff wird in dauerhaft feuchtem Zustand porös und hält den extrem hohen Anforderungen im Flug nicht mehr stand. Körnige Fremdkörper u.ä. am und im Drachen sollen vor dem Aufwickeln ebenso entfernt werden, auch diese können den Stoff beschädigen. Alles in allem ist der Flexi- Zweileiner ansonsten ein Kite, der wirklich pflegeleicht ist und mit wenig Aufwand in die Luft gebracht wird - auch ohne fremde Hilfe.
Kleine Löcher im Stoff lassen sich mit dem Flexi- Reparaturtape gut reparieren. Bei grösseren Beschädigungen sollte man den Kite zu Flexifoil einsenden. Die dortige Reparatur, falls möglich, ist dauerhaft zuverlässig. Die Reparaturzeiten sind relativ kurz, nach 2-3 Wochen ist das Ding wieder bei Euch. Bitte vorher per mail ankündigen, bei Linda Keogh unter info@flexifoil.co.uk . 12 Pfund Rückporto müssen beigepackt sein, sonst geht nichts!

Mit den Leinen ist genauso sorgfältig umzugehen. Neben sauberem Aufwickeln auf den Winder (beide Leinen gemeinsam auf dem Winder aufwickeln) muss auch diese nach dem Fliegen ggf. gut getrocknet werden, um eine maximale Lebensdauer zu erzielen. Weiterhin kann man die Leinen jeweils vor dem Fliegen mal kurz durch die Finger laufen lassen, um eventuelle Schwachstellen zu entdecken. Wenn die Schnur einmal gerissen ist, hat man mit Zusammenknoten der Enden bei ordentlichem Wind keine Chance. Jeder Knoten bildet eine Sollbruchstelle, die nur selten lange standhält.

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Verwendung der Kites

Die Zweileiner- Matten von Flexifoil lassen sich gut vom Boden aus fliegen. Für Kitesurfing, Buggies u.ä. sind sie, einzeln geflogen, nicht sehr ratsam, da man Sie nur schlecht im Wind stehenlassen kann. Die Bauform lässt nur Bewegung zu, die Matte muss fliegen um Kraft aufzubauen. Das Stacken der Kites aber wiederum verlangsamt die Fluggeschwindigkeit mit steigender Drachenzahl. Damit werden sie wieder nutzbar für mobilen Einsatz. Alternativ gibt es zudem nette Vierleiner, Flexifoil- Skytiger zum Beispiel.

Im Bodeneinsatz sind Kapriolen wie Moonwalking, Waterkiting und Scudding prima zu machen, wenn der Wind stimmt. Aber schon das reine Fliegen der Kites mit hohen Geschwindigkeiten macht richtig Laune. Herrliche Flugmanöver, Flautenstabilität sowie enorme Wendigkeit der Matten runden das Vergnügen weit mehr als zufriedenstellend ab.

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Start und Landung

Die Zweileiner von Flexifoil lassen sich bestens vom Boden aus starten - ohne Hilfe. Man nehme zwei Stangen aus Alu o.ä., die man leicht schräg so in den Boden steckt, dass der Drachen daran hochrutschen kann, gegen die Windrichtung. Man legt den Drachen dahinter und wickelt die Leinen aus. Sobald man den Kite an den Leinen über die Stangen hinaufzieht, bekommt dieser Unterluft und steigt sofort kraftvoll auf. Bei besonders starkem Wind kann es sogar sinnvoller sein, den Drachen vor die Stangen zu legen, damit dieser überhaupt liegenbleibt, bis man an den Schlaufen ist. Bei leichtem Anziehen bekommt der Kite dann ebenso Unterluft. Vorsicht bei unebenem oder bewachsenem Boden am Startplatz: Unerkenntlich liegende Steinchen u.ä. beschädigen den Drachen beim Anziehen recht schnell.

Tip: Bei Stacks lege man den hintersten Kite hinter die Startstangen, die anderen davor. Man hebt somit nur den hintersten Kite an, und dieser zieht alle anderen mit sich hoch.

Landen kann man die Flexis wie andere Kites auch: Man bringt sie knapp über dem Boden an die rechte oder linke Windgrenze und gibt kurz Leine nach - der Drachen sinkt sanft zu Boden.

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Nötiges Zubehör

Als Grundlage sollte man mehrere Stangen aus Alu o.ä. im Equipment haben, ca. 1m lang. Einerseits werden zwei Stück zum Starten der Kites ohne Fremdhilfe benötigt, weiterhin gilt es bei stärkeren Windverhältnissen das ein oder andere Utensil am Boden zu verankern (Drachentasche, kitebags usw.). Auf ebenem Sandboden und starkem Wind ist es ratsam, den gelandeten oder abgestürzten Kite mit einer der beiden Handschlaufen am Boden zu fixieren, da man sonst u.U. seinem Drachen länger hinterherrennt. Die Matten verspüren auf glattem waagerechten Boden und gutem Wind direkt einen Drang zum Aufsteigen.
Sehr sinnvoll ist ein Windmesser, um sein Fluggerät genau auf den herrschenden Wind abstimmen zu können. Muss aber nicht unbedingt sein.
Selbstverständlich gehören Kleinwerkzeug, Ersatzleinen und Flickmaterial zu jedem Flugeinsatz dazu.
Jenachdem, wo man fliegt, ist manchmal ein Fähnchen zur Markierung des eigenen Ausgangsplatzes nicht schlecht. Da liegen dann auch die Klamotten wie Taschen u.ä., man hat sie damit sofort im Blick.

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